»Huber ist einer, der

in Möglichkeiten denkt,

nicht in Problemen.«


Süddeutsche Zeitung

Egon Bahr: Von der Konfrontation zur Kooperation

Der verstorbene SPD-Politiker Egon Bahr hat sich bis zuletzt an der Aufgabe der Versöhnung orientiert.

"Ihn trieb die Hoffnung an, dass Geschichte im Guten, im Besseren weitergeht", sagte Wolfgang Huber bei der Trauerfeier für Egon Bahr am 17. September 2015 in der Berliner Marienkirche.

Das Erschrecken über die Ost-West-Konfrontation, die mit der Berliner Mauer scheinbar in unumstößlichen Beton gegossen wurde, habe unter Mitwirkung von Egon Bahr in eine Politik der "intelligenten Feindesliebe" geführt. "Sie setzte nicht nur damit an, dass sie den Status quo akzeptierte, um ihn gerade so zu ändern. Sondern sie nahm auch den Gegner, wie er war, um so von der Konfrontation zur Kooperation zu gelangen."

Bahr war am 20. August im Alter von 93 Jahren gestorben. Seit den 60er Jahren gehörte Bahr zu den Vertrauten des damaligen Berliner Regierenden Bürgermeisters und späteren Bundeskanzlers Willy Brandt (SPD). In der sozialliberalen Bundesregierung war er ab 1969 zunächst Staatsekretär im Kanzleramt, ab 1972 Bundesminister für besondere Aufgaben. In diesen Ämtern war Bahr maßgeblich am Zustandekommen der Ostverträge und dem deutsch-deutschen Grundlagenvertrag beteiligt.

In der Gedenkfeier sprachen zudem der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel, der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD).

Das Redemanuskript von Wolfgang Huber als PDF

Zum Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 18. September 2015 geht es hier

Zum Bericht der Berliner Morgenpost vom 18. September 2015 geht es hier 
 

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