Der Weltzugewandte - Zum Tod von Karl Kardinal Lehmann

Wolfgang Huber hat den verstorbenen katholischen Theologen Karl Kardinal Lehmann gewürdigt.

"Selten hat ein Mensch dieses Amt (als Mainzer Bischof - Anm. der Red.) so lange und in so unverwechselbarer Weise ausgeführt: bodenständig und reformbereit. Er pflegte Traditionen und förderte Neues, wo immer es überzeugte und sich verwirklichen ließ", schreibt Huber im Berliner "Tagesspiegel" (12. März 2018).

Er prägte die ökumenischen Gespräche

Mehr als ein halbes Jahrhundert lang habe Lehmann "wie kein anderer die Gespräche zwischen deutschen katholischen und evangelischen Theologen geprägt". Seine Einsicht, dass "die Lehrverteilungen des 16. Jahrhunderts nicht mehr die ökumenischen Partner im 20. oder 21. Jahrhundert treffen", habe den Ausgangspunkt für neue Gemeinsamkeiten im Verständnis des christlichen Glaubens geprägt, schreibt Huber weiter.

Kardinal Lehmann war von 1983 bis 2016 Bischof in Mainz und von 1987 bis 2008 Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz gewesen. 2001 hatte ihn Papst Johannes Paul II. zum Kardinal erhoben. Der Theologe starb am 11. März 2018 in Mainz an den Folgen eines Schlaganfalls, den er Ende September 2017 erlitten hatte.

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