»Huber ist einer, der

in Möglichkeiten denkt,

nicht in Problemen.«


Süddeutsche Zeitung

Ruhr-Universität Bochum verleiht Ehrendoktorwürde an Huber und Lehmann

Die Ruhr-Universität Bochum hat die Ehrendoktorwürde an Wolfgang Huber und Kardinal Karl Lehmann, den langjährigen Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, verliehen.

Die katholisch-theologische Fakultät ehrte aus Anlass des 500. Reformationsjubiläums in diesem Jahr zwei herausragende Persönlichkeiten, die die Entwicklung ihrer Kirchen wesentlich mitgeprägt hätten, wie es von Seiten der Hochschule hieß. Die Ehrenpromotionen wurden den beiden Theologen am 26. April 2017 an der Ruhr-Universität verliehen.

"Bischof Huber und Kardinal Lehmann stehen für eine Theologie, die auch in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit präsent ist und sich einbringt", erklärte die Hochschule. Beide hätten immer wieder dafür gesorgt, dass die kirchlichen Stimmen in gesellschaftlichen Debatten etwa über Medizin und Biotechnik oder über das Verhältnis zwischen Kirche und Staat gehört würden. Sie seien dabei offen für innerkirchliche Veränderungen und Reformprozesse. "Sowohl bei Kardinal Lehmann wie bei Bischof Huber ist das Bewusstsein erkennbar: Viele Herausforderungen stellen sich den christlichen Kirchen heute gemeinsam."

Die Ruhr-Universität würdigte Huber als Reformer seiner Kirche. Als Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland und Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz habe der heute 74-Jährige auf eine missionarische Neuorientierung der Kirche hingewirkt. "Dieses Bestreben nach einer Profilierung der eigenen Kirche verbindet sich bei Bischof Huber mit ökumenischer Offenheit und Weite", hieß es. Der promovierte Theologe habe seinen Blick dabei auch auf den interreligiösen Dialog gerichtet, etwa mit den muslimischen Verbänden.

Der ehemalige Mainzer Bischof Karl Lehmann (81), der in Philosophie und Theologie promoviert hat, setzte sich nach Angaben der Ruhr-Universität in seiner wissenschaftlichen Arbeit vor allem mit der Suche nach Gott in zeitgenössischen Kontexten auseinander. Er habe sich intensiv im ökumenischen Dialog auf nationaler und internationaler Ebene engagiert. "In letzter Zeit hat Karl Lehmann sich gezielt der Herausforderung der Weltreligionen und ihres wechselseitigen Verhältnisses in einer pluralistischen Region und einer globalisierten Welt zugewandt", erklärte die Universität.

(epd)

Die Begründung zur Ehrenpromotion als PDF

Die Dankesrede von Wolfgang Huber als PDF

Zur Meldung der Katholischen Nachrichtenagentur geht es hier

 

Zum Seitenanfang