»Huber ist einer, der

in Möglichkeiten denkt,

nicht in Problemen.«


Süddeutsche Zeitung

Kirche kann von Unternehmern lernen

Wolfgang Huber wünscht sich mehr Mut zu zielorientiertem Handeln in der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Dabei könnten die Protestanten von Unternehmern lernen, sagte der Theologe am 14. September 2016 bei einer Buchvorstellung in Frankfurt am Main. Huber ist Mitherausgeber des Buches "Evangelisch. Erfolgreich. Wirtschaften.", in dem 35 protestantische Führungskräfte aus der Wirtschaft über ihren Glauben berichten.

Huber sagte, das Überschreiten von Grenzen sei eine wichtige Aufgabe von Kirche. Die Konzentration auf Menschen, die der Kirche bereits eng verbunden sind, reiche nicht aus. Sie seien nicht die alleinigen Adressaten der christlichen Botschaft.

Zugleich beklagte Huber fortdauernde Skepsis insbesondere auf der Gemeindeebene gegenüber Unternehmern und deren Handeln. Dass wirtschaftliche Kraft dafür eingesetzt werden könne, Menschen am Rande der Gesellschaft zu helfen, komme "im Argumentationshaushalt der Gemeinden nicht immer vor". Er verstehe Unternehmer, die es unter diesen Umständen anstrengend fänden, im Gottesdienst entsprechende Predigten von Gemeindepfarrern zu hören.

Der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende nannte das Buch mit den Texten der Führungskräfte einen spannenden Beitrag zum 500. Reformationsjubiläum im nächsten Jahr. Die Autoren hätten die "Schamgrenze" überwunden, über ihren Glauben detailliert Auskunft zu geben. Das Buch erschien in enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer (AEU), der am 14. September 2016 in Frankfurt sein 50-jähriges Bestehen feierte. Es enthält Beiträge unter anderen von Bertelsmann-Vorstand Brigitte Mohn, dem BASF-Vorstandsvorsitzenden Kurt Bock und Frank-Jürgen Weise, dem Chef der Bundesagentur für Arbeit.

epd

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